Highlights der Geschichte
- 1951 Gründung des Spielmannszuges im Turnverein Lilienthal und erster Auftritt
- 1961 Gründung der Jugendabteilung
- 1964 Gründung des Mädchenzugs
- 1971 Erstes Musikfest in Lilienthal
- 1976 25 Jahre Spielmannszug mit großem Musikfest auf Schützenplatz und Konventshof
- 1981 Großes internationales Musikfest im Schoofmoor
- 1989 25 Jahre Mädchenzug mit Festakt bei Kutscher Behrens
- 1991 Einweihung des Vereinsheims und internationales Musikfest im Schoofmoor
- 1997 Erster Landesmeistertitel für den Spielmannszug – Spiel in kleinen Gruppen
- 1998 Erster Auftritt bei der Musikschau der Nationen in Bremen
- 1998 Erste Reise zum Karnevalklub KAKADU nach Aschaffenburg
- 2001 50 Jahre Spielmannszug mit großem Zapfenstreich und Musikparade in Lilienthal
- 2004 1. Öffentliches Konzert des Spielleute-Orchesters bei Kutscher Behrens
- 2006 1. Konzert im Bremer Konzerthaus „Die Glocke“
- 2007 1. Teilnahme an einem Deutschen Musikfest – Gewinn Bronzemedaille in Würzburg
- 2008 Einführung von Konzert-Flöten im Orchester
- 2010 Erneute Bronzemedaille bei der Deutschen Meisterschaft in Rastede
- 2012 Teilnahme an der Musikschau der Nationen als Landesspielleutekorps mit dem Spielmannszug Ackermann Gnarrenburg
- 2012 Konzert „Spectaculum“ im Borgfelder Landhaus
- 2013 Deutscher Meister in der Traditionsklasse beim DMF in Chemnitz
- 2014 Konzert der Filmmusik „We go Hollywood“ im Konzerthaus „Die Glocke“ in Bremen
- 2015 Teilnahme an den Weltmeisterschaften der WAMSB in Kopenhagen
- 2017 Ausrichter Landesmusikfest des Niedersächsischen Musikverbandes in Lilienthal
- 2018 Aufnahme für die Freilichtbühne Lilienthal und Live-Auftritt bei „Die kleine Hexe“
- 2019 Deutscher Vizemeister in der Traditionsklasse beim DMF in Osnabrück
- 2022 Erste Teilnahme an einem Wettbewerb nach Corona in Rastede
- 2023 Teilnahme mit Übernachtung und Party am Landesmusikfest in Freren
- 2026 Start der Zusammenarbeit mit dem Spielmannszug Grasberg
- 2026 75 Jahre Spielmannszug Lilienthal-Falkenberg mit Kommersabend
Erfolge
1 x Deutscher Meister
1 x Deutscher Vizemeister
2 x Bronze bei Deutschen Meisterschaften
25 x Landesmeister in Niedersachsen
11 x Tageshöchstwertung bei internationalen Wettbewerben
Die Geschichte
Vor etwa 80 Jahren gab es in Lilienthal einen ersten Spielmannszug, der von Friedel Kreiensiek aufgebaut und geführt wurde. Durch die Umstände des 2. Weltkriegs konnte dieser Zug aber nicht aufrechterhalten werden.
1951-1960
Am 24. August 1951 wurde dann zum zweiten Mal ein Spielmannszug in Lilienthal gegründet. Im damaligen Hotel Kummer kamen die 25 jungen Männer Jürgen Wellbrock, Heinrich Wehrkamp, Helmut Wrede, Hans Georg Steinmann, Hans Jungeblut, Hans Günter Cordes, Friedrich Behrens, Wilhelm von der Heyde, Helmut Meyer, Fritz Meyer, Hans Erich Hilken, Walter Horn, Helmut Cordes, Friedrich (Friedel) Urbrock, Hans Werner Grewe, Horst Lilienthal, Hans Georg Wöltjen, Heinz Warnken, Heinz Rudolf Seekamp, Dietrich Schomaker, Georg Schaeckenbach, Herbert Schnaars, Wilfried Bonk, Kurt Gorny und Hilmar Kohlmann zusammen und hoben den heutigen Spielmannszug Lilienthal-Falkenberg e.V. von 1951 aus der Taufe! Unmittelbar nach der Gründung des Spielmannszuges am Lilienthal-Falkenberg in Kummers Hotel in Lilienthal ging's unverzüglich an die Arbeit und das Einüben derjenigen Traditionsmärsche, die aus der Jungstahlhelm- und HJ-Zeit noch in den Ohren geklungen haben und daher uns jedenfalls einigermaßen bekannt waren. Mit den „neuen" Trommlern und Pfeifern, die sich begeistert zum Mitmachen entschlossen hatten, mussten die Ausbilder Jürgen Wellbrock, Heinrich Wehrkamp, Hans Jungeblut, Hans-Georg Steinmann, Helmut Wrede und Georg Schaeckenbach sich von Anfang an beim „Einpauken mächtig ins Zeug legen". Es galt, das gesteckte Ziel, so bald wie möglich in der Öffentlichkeit aufzutreten, mit aller Kraft zu erreichen. Unsere Vorbilder waren Albrecht Werner und Wilhelm Wöltjen, die als erste qualifizierte Stabführer dem Spielmannswesen in unserer Gemeinde von ca. 1929 bis 1937 zu beachtlichem Ansehen verholfen hatten. Die älteren Mitbegründer hatten größtenteils noch eine "drillmäßige" Ausbildung durch Wilhelm Wöltjen erhalten (u.a. Aus- u. Einschwenken beim Vorbei-, Parade- Marsch!). Es ist in erheblichem Maße die Folge des Wirkens dieser Führungspersönlichkeiten, dass eine erfolgreiche Neugründung sechs Jahre nach Kriegsende fast nahtlos erfolgen konnte. - Der Jugend - Spielmannszug bestand offiziell noch bis 1943 - mit Hilmar, Jürgen und Heinrich als letzten Stabführern. Gleichzeitig mit der Ausbildung begann für Jürgen Wellbrock und Heinrich Wehrkamp die Geldmittel- u. Musikinstrumentenbeschaffung, wie in der Gründungsversammlung vereinbart.
Nachdem der Turnverein Lilienthal, vertreten durch den Vereinsvorsitzenden Fritz Kampa und Jugendleiter Hermann Gieseke, spontan 100,- DM "lockergemacht" hatte und der Schützenverein Lilienthal durch seinen 1.Vorsitzenden Wilhelm Brinkmann ebenso bereitwilligst 100,- DM zur Verfügung gestellt hatte - war nun die "Freiwillige Feuerwehr Lilienthal " an der Reihe. Folglich begaben sich die "Piepen-Besorger" auf den Weg zur Feldhäuserstraße, zum Stellmachermeister und Feuerwehrhauptmann Wilhelm Brauer. Es kam zu folgendem Gespräch: „Donnerweer, wat for´n hoogen Besök! Wat wööt Ji beiden denn vun mi? Dat mutt jo woll bannig wat to bedüen hebben!" Och, Unkel Willi, eenglich nix besonners. Dat is eenfach so, just vor'ne Week is de Speelmannstog Leendol-Falkenbarg woller in'n Gang brocht worr'n - ssüh, un dorum sund wi vundog hier." „Un wat heff ick nu dor mit to dohn?" "Um't: kort to seggen, wi harr'n. geern 'ne lütje Spenne von'ne Füerwehr for use neen Trummels un Fleuten. " "Wenn ick mi dat meist nich all dacht harr! Un wat meent Ji, woveel schallt denn woll sien?" "Von'n Tornvereen hefft wi goode hunnert Mark kreegen un von'n Schotzenvereen ook. " ´ne tiedlang qrien' Unkel Willi ´n. bäten afsunnerlich vor sick hen - obers up'n. mol plinkoogde he jem ganz fieqeliensch to un sä: "Sso, nu holt mi mal gau dat hellgeel luchend Brädstuck dor achtern von'n groot'n Bult'n duun bi'n. Kostanschenboom!" Darauf schrieb er mit 'nem Zimmermannsbleistift, der bei ihm von früh bis spät hinter'm. Ohr steckte: ,An J. Wellbrock u. H. Wehrkamp fiir den SZ Lilientlial-F'berq DM 100,- bar auszahlen Lilienthal. d .......................... W. Brauer Freiw: Feuerw. L 'thal .Un nu goht man tohoop foors no de Spoorkass - mit'n scheun'n Gruß vun mi for Hinrich. Dürkop - un lot ja glieks de Munneeten up dissen „holten Schäck" utbetohl 'n!"
Am Sparkassenschalter hat man uns - ohne Fragen zu stellen - die 100,- DM sofort ausbezahlt! Die, Knäpe' und, Snäcke' von Willi Brauer, eines der alten Lilienthaler Originale, waren auch hier längst bekannt. Die "Sammelmission" wurde danach fortgesetzt: Zum Heimatverein Lilienthal zu Fritz Gagelmann, zum Gesangverein Trupe - Lilienthal zu Arnold Kessemeier, zum Turnverein Falkenberg zu Franz Ferstl, zum Reiterverein Lilienthal und Umgegend zu Hans Schwalenberg usw. Von allen wurde unser Spendenappell reichlich belohnt! Von dem "zusammengetrommelten" Geld wurden dann gemeinsam mit Hans Jungeblut und Georg Schaeckenbach die benötigten Trommeln mit allem Zubehör, Flöten und der Tambourstab angeschafft. Lyra, große Trommel sowie Hörner, Fanfaren und Landknechtstrommeln blieben zunächst noch "Zukunftsmusik"!
Das Ausbildungsprogramm sah für die ersten zwei Jahre folgende Märsche vor: Phase 1: Das Lieben bringt groß' Freud' / 'Locke' / Auszug' fürs Debüt Preußen's Gloria / Regimentsgruß Phase 2: Marsch des York'schen Korps / Frei weg / Parademarsch / RevueMarsch / Hannoverscher Pionier-Marsch / Schwedischer Kriegsmarsch / Torgauer / Hohenfriedberqer * / Königgrätzer * * später ersetzt durch Groß Berlin und Rheinklänge (Turnermärsche) Unsere Übungsstätten in dieser Zeit waren: - Murkens Saal, „Brauereitische dienten als Trommelersatz" - Schützenhalle Lilienthal "rund um die Königskutsche" - Butendieker Gehölz "ungestörtes Übungs- u. Marschierrevier" - Peins Saal in Heidberg - Bierverlag Luhrmann-Wrede "zwischen Bierfässern und Getränkekästen" - später auch: Brauereigaststätte am Mühlendeich (lnh. Betty Schweele) - schließlich mussten für den Nachhilfeunterricht Jungebluts „gute Stube“ und Wehrkamps Kohlenkeller' herhalten.
Das mit großer Spannung erwartete "Erste Auftreten" fand bereits nach nur drei Monaten Anfang Dezember anlässlich des 89. Stiftungsfestes des Turnvereins Lilienthal statt. Als Auftakt zur abendlichen Festveranstaltung ist ein Umzug innerhalb des Ortskerns ausgerichtet worden. Es wurde ein voller Erfolg und wir waren richtig stolz! Alle Mühen und Aufwendungen hatten sich also gelohnt! - Der "Start" war geglückt - das erste Ziel erreicht! Die 50er Jahre schritten voran, und die ersten festen Einnahmen wurden durch die Schützenfeste in Lilienthal, Heidberg und später Borgfeld eingespielt. 1956 machten sich einige begeisterte Mitglieder daran, neben dem reinen Spielmanns- auch einen Fanfarenzug aufzubauen, und schon 1957 folgte der erste öffentliche Auftritt dieser neuen Abteilung. Das Hauptaugenmerk des Vereins lag aber weiterhin auf der Spielmannsmusik.
1961-1970
Im Jubiläumsjahr 1961 wurde zum ersten Mal an Nachwuchsförderung gedacht. Die Idee, jüngeren Menschen die Spielmannsmusik näher zu bringen, wurde sogleich in die Tat umgesetzt, und eine Jugendabteilung ins Leben gerufen. 1963 wurde diese Abteilung dann in den großen Zug übernommen. Ebenfalls in diesem Jahr besuchte der Verein zum ersten Mal einen Wettstreit, von dem man aus Osterholz-Scharmbeck mit einem 5. Preis heimkehrte. Als Hilmar Kohlmann 1964 aus dem aktiven Vereinsleben ausschied und Ehrenstabführer wurde, übernahm Friedrich „Friedel“ Urbrock die Stabführung und das Amt des 1. Vorsitzenden. Durch die zunehmende Anzahl von Auftritten des bisher reinen Männervereins, wollte man wieder einen 2. Zug aufbauen – so kam es, dass im selben Jahr ein reiner Mädchenzug realisiert wurde. Anfangs gab es einige Schwierigkeiten, doch man ließ sich nicht entmutigen, und so entstand unter Tambourmajorin Wilma Drieling ein neues Aushängeschild des Vereins. Auch bei den Männern tat sich etwas, 1965 in Hünfeld traten sie zum ersten Mal in richtiger Uniform auf. Beim Vorbereitungsgespräch, das die Lilienthaler Verantwortlichen mit einem Auto und defektem Auspuff im Januar in Hünfeld besuchten, kam nämlich heraus, dass alle anderen Vereine bereits opulente Uniformen trugen – die Lilienthaler Spielleute dagegen bislang ausschließlich weiße Hemden und schwarze Hosen.
Dem Auftritt bei Rudi Carell im Fernsehen (1967) und dem ersten eigenen Musikfest (1968) folgte ein Jahr später die erste Auslandsfahrt nach Siddeburen, Holland. Das Jahrzehnt schloss mit dem Wechsel der Stabführung im Mädchenzug von Wilma Drieling zu Elke Urbrock.
1971-1980
Das nächste Jahrzehnt begann mit dem zweiten Internationalen Musikfest in Lilienthal, das im Juni 1971 gefeiert wurde. Im Jahr 1973 besuchte der Spielmannszug die Bundesmusikkapelle Kramsach in Österreich. Das Jahr 1976 stand ganz im Zeichen eines großen Musikfestes. Der Verein feierte sein 25jähriges Bestehen. An diesem 3. Musikfest, das auf dem Gelände der Schule am Konventshof stattfand, nahmen wieder zahlreiche Vereine aus dem In- und Ausland teil. Die übernachtenden Gäste wurden teilweise als komplette Vereine privat untergebracht.
Die Wertungsspiele fanden dabei auf dem Schulhof statt, die Feierlichkeiten im Festzelt auf dem Schützenplatz des Schützenvereins Lilienthal. Dieses war wohl das bisher schönste und größte Fest der Vereinsgeschichte. Als Höhepunkt wurde ein Großer Zapfenstreich mit dem Heeresmusikkorps 11 aus Bremen zelebriert, und als Star gastierte Billy Mo in Lilienthal.
Bevor die 70er Jahre zu Ende gingen, fuhr der Verein nach Oxford/England und stattete dem befreundeten Musikkorps Sande einen Besuch in Norwegen ab.
1981-1990
Zum 30. Geburtstag 1981 feierten die Musiker zum ersten Mal ein internationales Musikfest im Schoofmoor. Belgien hieß 1982 das Ziel der Lilienthaler. In Antwerpen nahm der Verein am Defilee teil und spielte auf dem Rathausplatz. Nach 15 erfolgreichen Jahren an der Spitze des Mädchenzuges, gab Elke Ströh (geb. Urbrock) 1984 die Stabführung an Heike Kück weiter.
Der Spielmannszug tritt der Spielmannszug Vereinigung Niedersachsen bei und ist nun darüber auch im Bundesverband organisiert.
Friedel Urbrock erhält die Ehrennadel der Gemeinde Lilienthal. Im Jahre 1987 hatten Friedel Urbrock und Claus Ströh, der damals wie auch Jahre später erneut Jugendleiter war, einen Termin mit dem ehemaligen Gemeindedirektor Wilhelm Otten. Die Idee: Der Spielmannszug will ein eigenes Vereinsheim bauen. Nach einigen Schwierigkeiten wurde der Bauantrag vom Landkreis genehmigt. Am 29. Oktober 1988 machten die Mitglieder dann den ersten Spatenstich für ihr eigenes Heim hinter dem Hallenbad im Schoofmoor.
Ebenfalls 1988 erweiterten die Musiker ihren Horizont, indem sie im Rahmen der Kulturveranstaltung „Prager Winter“ für fünf Tage in die Goldene Stadt und damit zum ersten Mal ins östliche Europa reisten.
„Lilienthaler Exportschlager wird 25“, hieß es 1989 anlässlich des Geburtstages des Mädchenzuges in der Wümme-Zeitung. Dieser besondere Anlass wurde bei Kutscher Behrens gebührend gefeiert. Der Mädchenzug bestand zu Hochzeiten aus über 50 aktiven Musikerinnen!
1991-2000
Pünktlich zum 40jährigen Bestehen des Spielmannszuges konnte 1991 das Vereinsheim eingeweiht werden. Nach zweieinhalbjähriger, fast ausschließlicher Eigenarbeit, konnten die Mitglieder das 5. Internationale Musikfest auch im eigenen Vereinsheim feiern. Mit einem großen Zelt auf dem Parkplatz im Schoofmoor, der Bundesmusikkapelle Kramsach als musikalisches Highlight und einem sehr stark besetzten Wettbewerb im Schoofmoor-Stadion war auch dieses 5. Musikfest etwas Besonderes.
Nachdem man 1992 nach Brünn in die Slowakei reiste, war der Spielmannszug 1993 der erste Gastgeber von Bezirksmeisterschaften im neu gegründeten Bezirksverein Hansa. Als 1994 Friedel Urbrock nach über 30jährigem Wirken als erster Vorsitzender und Stabführer die Ämter an Frank Hartenberger bzw. Stefan Meyerdierks übergab und Ehrenvorsitzender wurde, konnte er auf eine sehr bewegte, aber vor allem erfolgreiche Zeit zurückblicken. Zusammen mit diesem Wechsel wurden auch neue Wege in der Musik beschritten. Volker Ropella löste seinen Vater Harald (Soni) als musikalischer Leiter ab, nachdem er und Anja Uffelmann (heute Ropella) die „C-Lehrgänge“ besucht hatten und somit ausgebildete Orchesterleiter wurden. Seitdem finden zusätzlich zum normalen Übungsbetrieb regelmäßige Probenwochenenden in Jugendherbergen statt, welche den Vereinszusammenhalt sehr fördern.
Für den Mädchenzug war es 1995 nicht leicht. Aus Mitgliedermangel wurde er mit dem Jugendzug zusammengelegt und konnte erst zum Heidberger Schützenfest wieder auftreten. 1997 dagegen war ein erfolgreiches Jahr, zum ersten Mal überhaupt ging ein Landesmeistertitel nach Lilienthal. In der Startklasse „Spiel in kleinen Gruppen“ holte sich das Trio Stefan Meyerdierks, Maik Koch und Kai Widhalm den Titel. Ebenso gelang dem Verein in diesem Jahr zum ersten Mal die Qualifikation zur Musikschau der Nationen. Um das zu erreichen, musste sich der Spielmannszug allerdings zuvor bei den Offenen Bremer Meisterschaften im November durchsetzen. Der Auftritt im Januar 1998 vor 7000 Zuschauern in der ausverkauften Bremer Stadthalle wurde dann für alle Mitglieder zu einem spektakulären Erlebnis.
Nicht um einen Pokal zu gewinnen, sondern um etwas Neues kennenzulernen, fuhren die Musiker zum Karneval nach Aschaffenburg. Der dortige Karnevalklub KAKADU hatte die Musiker von der Wörpe eingeladen. Organisiert hatten dies ein Jeck und ein Musiker, die beide jeweils in den Vereinen aktiv waren: Harry und Maik. Es bildete sich schnell eine herzliche Freundschaft zwischen unseren Vereinen.
Einen Tiefpunkt der Vereinsgeschichte gab es im März 1998. Eines Nachts zündeten Einbrecher das Vereinsheim an und brannten es bis auf die Mauern nieder. Diese Nachricht sprach sich sehr schnell herum, und es erschien sogar ein Bericht in der Bild-Zeitung. In solch einer Situation konnte der Spielmannszug stolz auf seine Freunde sein. Als Beispiel für viele sei hier der Schützenverein Lilienthal genannt, der den Spielleuten sofort anbot, ihre wöchentlichen Proben in der Schützenhalle abhalten zu können. Die Mitglieder ließen sich durch den Verlust ihres Vereinsheimes jedoch nicht unterkriegen und begannen unter Leitung von Claus Ströh sofort mit den Planungen für den Wiederaufbau.
Im Herbst 1998 gab es dann wieder etwas zu feiern. Es gelang dem Jugend- und dem Stammzug, Niedersächsischer Landesmeister zu werden. Beide Züge siegten in der Marschklasse.
Am 16. März 2000 starb unser Ehrenvorsitzender, langjähriger Vorsitzender und Stabführer Friedrich „Friedel“ Urbrock im Alter von 69 Jahren.
2001-2010
Vom 08. - 10. Juni 2001 wird in großem Rahmen das 50-jährige Jubiläum gefeiert. Zum Start gab es einen gelungenen Festabend bei Kutscher Behrens mit anschließendem Großem Zapfenstreich. Am 09. Juni fand eine große Jubiläumsmusikparade auf dem alten Marktplatz im Ortskern von Lilienthal statt. Am Sonntag wurde dann der internationale Musikwettstreit im Schoofmoor veranstaltet.
Zudem wurde uns 2001 eine ganz besondere Ehre zuteil: im Rahmen der Verleihung der Pro-Musica-Medaille, die von Bundespräsident Johannes Rau an Vereine mit 100jähriger, kultureller Tätigkeit vergeben wird, gaben wir als Vertreter des Landes Niedersachsen ein Konzert in Wolfenbüttel.
Außerdem richteten wir gemeinsam mit dem Bezirksverein Hansa in den Jahren 2001 für die Spielmannszugvereinigung Niedersachsen sowie 2003 für den Niedersächsischen Musikverband im Rahmen des Musikschau-Cups die jeweiligen Landesmeisterschaften in der Stadthalle Bremen aus. Die Initiative für diese Veranstaltungen ging vom Vorsitzenden des Bezirksvereins Hansa, unserem sehr regen und aktiven Mitglied Claus Ströh, aus.
2004 gab es einen Wechsel im Vorstand. Frank Hartenberger, der 10 Jahre als Vorsitzender den Spielmannszug anführte, übergab das Zepter an Claus Ströh. Außerdem gab es in diesem Jahr 3 besondere Jubilare unter den Mitgliedern. Der Spielmannszug gab für Harald Ropella und Günter Schwall für 50-jährige und für Elke Ströh für 40-jährige aktive Mitgliedschaft im Verein einen Empfang im Vereinsheim.
Am 05. November 2004 gaben wir das erste öffentliche Konzert des Spielleute-Orchesters bei Kutscher Behrens. Der Saal war überfüllt und es gab viel begeisterten Applaus. Zu Wettstreiten ging es 2005 nach Cloppenburg und zur Landesmeisterschaft nach Harsefeld. Die Jugend kehrte als Landesmeister und der Stammzug als Vizemeister zurück. Im Februar 2006 hatten wir unsere Freunde aus Aschaffenburg, den Karnevalklub Kakadu, zu einer gemeinsamen Kohlfahrt eingeladen.
Unser langjähriger Musikalischer Leiter Harald „Soni“ Ropella erhält die Ehrennadel der Gemeinde Lilienthal.
Im April 2006 etwas ganz Neues in der Vereinsgeschichte: das Spielleute-Orchester nimmt einige Musiktitel auf CD auf.
Im November gibt unser Spielleute-Orchester unter der Leitung von Volker Ropella ein sehr abwechslungsreiches Konzert vor 400 Zuschauern im Bremer Konzerthaus „Die Glocke“. Es war ein großer Erfolg.
Das Jahr 2007 birgt einen absoluten Höhepunkt unseres Vereins: die erste Teilnahme an einem Deutschen Musikfest sowie an der Deutschen Meisterschaft in Würzburg im Mai. In der Marschklasse erreichen wir die Bronzemedaille und in der Musikfest-Wertung das Prädikat hervorragend. Ein fantastisches, langes Wochenende für jeden, der dabei war!!! Es gab allerdings auch traurige Nachrichten für uns. Es verstarben zwei Mitglieder: Hans-Hermann Soller und der langjährige 2. Vorsitzende, Ausbilder, Gründungs- und Ehrenmitglied Georg Schaeckenbach.
Das Jahr 2008 bildet den Start zur größten, musikalischen Veränderung seit Gründung des Vereins. Die Querflöten werden auf Konzert-Klappenflöten umgestellt. 2009: Erfolge bei den Niedersächsischen Meisterschaften in Weyhausen bei Wolfsburg. Das Spielleute-Orchester konnte sich für die Deutsche Meisterschaft 2010 in Rastede qualifizieren. Der Jugendzug wurde sowohl im Marschieren als auch in der Traditionsklasse Landesmeister. Der Stammzug errang den 1.Platz in der Traditionsklasse und wurde Vizemeister in der Marschklasse. Die zweite Teilnahme an einer Deutschen Meisterschaft war unser Fokus 2010. Erstmalig traten wir auch – mit unserem neuen Instrumentarium (Konzertflöten, Marimba- Xylophon, Glockenspiel, Kesselpauken) - mit unserem Orchester an. Herauskamen wirklich großartige Erfolge. In der Kategorie Musik in Bewegung verteidigten wir die Bronzemedaille aus Würzburg. In der Spielleute-Orchester-Klasse belegten wir in der 1. Bundesliga einen einstelligen Tabellenplatz und sind nun 9.-bester Spielmannszug Deutschlands!!!
2011-2020
Auch dieses Jahrzehnt begann mit unserem Jubiläum. Wir wurden 60 Jahre alt und feierten mit vielen Gästen über drei Tage im Zelt auf dem Gelände des Schützenvereins Lilienthal. Freitag ein Kommersabend mit vielen Gästen, unser Orchester spielte. Anschließend der große Zapfenstreich im Amtsgarten mit dem Musikzug Lilienthal. Am Samstagnachmittag fand eine Musikparade auf dem Festplatz statt. Abends wurde ein ordentlicher Musikerball im Festzelt gefeiert. Am Sonntag schloss ein zünftiger Frühschoppen mit dem Musikzug Lilienthal unseren 60. Geburtstag ab.
2011 war nicht das Jahr der Wettkämpfe, wir hatten uns entschieden, nur zur Landesmeisterschaft nach Freren zu fahren. Ein voller Erfolg wir wurden Landesmeister in allen Klassen.
Musikschau der Nationen im Januar 2012: eines der größten Highlights unserer Vereinsgeschichte. Der Spielmannszug Lilienthal/Falkenberg nimmt mit dem Spielmannszug Ackermann Gnarrenburg an der Musikschau der Nationen teil und zwar an allen Veranstaltungen als fester Programmpunkt. Die beiden Züge treten als Spielleutekorps des Niedersächsischen Musikverbandes an und vertreten so über 400 Musikgruppen in der Stadthalle in Bremen. Ende August nutzten wir die Zeit, um nach sehr langer Zeit mal wieder zum Wettstreit nach Hollage zu fahren. Gestartet wurde in der Marschklasse und in der Freien Klasse. Siegerehrung: 1.Platz Marsch, 4. Platz Stand. Eine tolle Ausfahrt mit ganz viel Spaß.
Noch ein großes Highlight im Jahre 2012: Unter dem Namen Jahreskonzert des Orchesters im Spielmannszug Lilienthal/Falkenberg „SPECTACULUM“. Das Konzert begann mit dem Einmarsch und Musiktitel „Dat Trömmelsche!“. Dann wurden viele schöne Konzertstücke und Märsche präsentiert. Es war ein super Konzert, unsere Gäste waren total begeistert.
Das Spieljahr 2012 war ein sehr beeindruckendes Jahr. Die Musikschau der Nationen, die Qualifizierung für die deutsche Meisterschaft in Rastede und unser Konzert Spectaculum, was für Höhepunkte, auf geht’s in ein neues aufregendes Spieljahr, denn wir wollen 2013 deutscher Meister werden!
Im Januar geht das Proben los, wir wollen „Deutscher Meister“ in Chemnitz werden. Himmelfahrt nach den Auftritten in Borgfeld und Worphausen ging es los zum Deutschen Musikfest nach Chemnitz. Total erschöpft kamen wir um Mitternacht in der Kaserne in Chemnitz an. Am nächsten Morgen, ab auf den Exerzierplatz der Kaserne und noch mal für die Klasse „Marsch“ proben. Der anschließende Auftritt, vom MDR gefilmt, gelang. Der nächste Auftritt nahte, jetzt traten wir in der Klasse Spielmannszüge Traditionell an. Volker Ropella hatte uns zwei Märsche „wie auf den Laib geschneidert“ bearbeitet. Der Stammzug präsentierte „Graf-Zepplin-Marsch“ und „Viribus Unitis“ – beide gelangen super! Wir waren sehr zufrieden. Der Jugendzug startete beim deutschen Musikfest und absolvierte auch einen super Auftritt.
Am Samstagabend stieg dann die Stimmung, es war Siegerehrung in den Klassen Marsch, Traditionell und für den Jugendzug das Kritikspiel. Leider kamen wir in unserer Lieblings-Disziplin „Marsch“ nach den Bronze-Medaillen in Würzburg und Rastede nicht wieder aufs Treppchen. Wir belegten den 4. Platz, aber der Jugendzug baute uns wieder auf. Unter der Leitung von Angelina Apsel bekam „Hervorragend“ für seine Leistung. Nun kam noch die Klasse Traditionell, unser Name wurde nicht genannt - das hieß, wir mussten am Sonntagvormittag am Meisterkonzert teilnehmen. Eine Schlaflose Nacht, dann endlich los zur Stadthalle.
Und da…ja, wir waren die glücklichen! Der Spielmannszug Lilienthal/Falkenberg ist Deutscher Meister in der Klasse Traditionell. Volker Ropella hatte uns zu diesem riesigen Erfolg geführt. Glücklich und zufrieden trat der deutsche Meister die Heimfahrt an und wurde um Mitternacht mit schwarz/rot/goldenen Fahnen von vielen Mitgliedern und Fans empfangen. Im Juni großer Rathausempfang für den Deutschen Meister im Ratssaal in Lilienthal. Leider hat unser Rathaus keinen Balkon.
Euro Musiktage in Bösel: lange waren wir nicht mehr in Bösel gewesen. Wir wurden von allen teilnehmenden Verein Dritter und bekamen einen 500 € Scheck. Zur Landesmeistershaft in Harsefeld fuhren Jugend und Stammzug. Der Jugendzug wurde in der Marschwertung Landesmeister, der Stammzug belegte in der Klasse den 2. Platz. Am Sonntag spielten beide Züge in der Klasse Traditionell. Wieder konnten der Jugendzug und der Stammzug in dieser Klasse Landesmeister werde.
Im Oktober fuhr der Jugendzug zum Wettstreit nach Siddeburen / Niederlande und dann auf dem Rückweg zum Wettstreit nach Reiningen-Dielingen. Am Samstag in Siddeburen absolvierte der Jugendzug hervorragende Auftritte. Die Auszeichnung, 1. Platz in der Jugendklasse, bester deutscher Zug und im Defilee den 3. Platz von allen teilnehmenden Zügen.
Zurück ging es nun über Reiningen-Dielingen. Am Sonntagmorgen kam dann auch der Stammzug. Hier mussten Jugend und Stamm nicht nur gegen eine starke Konkurenz sondern auch noch gegeneinander antreten. Es gab keine Jugendklasse. Der Stammzug belegte in den Klassen Marsch und Traditionell den 1. Platz, der Jugendzug in beiden Klassen den 2. Platz. Kai Widhalm wird als bester Stabführer ausgezeichnet und Angelina Apsel belegte den 3. Platz. Der Stammzug wird zum „Tagesbesten Verein“ gekürt. 2013 war das erfolgreichste Jahr in der Vereinsgeschichte!
„We go Hollywood“. Nach einer Übungszeit von fast zwei Jahren, vielen Übungswochenenden, sagenhafter Organisation war dann am 18. November 2014 der große Tag. Vor einem ausverkauften Saal im Konzerthaus „Die Glocke“ in Bremen spielten wir unser Konzert. Ausschließlich Filmmusiken wurden von unserem Spielleute-Orchester präsentiert. Die kurzen Video-Ausschnitte und Bilder die auf einer großen Leinwand oberhalb der Bühne gezeigt wurden, unterstrichen und vervollständigten den akustischen und optischen Genuss. Volker Ropella und Janike Meyerdierks wechselten sich im Dirigat ab. Frank Hartenberger moderierte das Konzert wunderbar. Der Erfolg war immens, so wurde gleich ein Zusatzkonzert geplant. Auch dieses gelang vor vollem Haus im Gymnasium in Lilienthal wiederum mit großartigem Erfolg! 2014 wurde kein Wettbewerb besucht alles war ausgerichtet auf diese großen Konzerte...
… und auf die Weltmeisterschaft der WAMSB in Kopenhagen im Jahr 2015. Vorher erhalten Elke Ströh und Gerda Urbrock die Ehrennadel der Gemeinde Lilienthal. Das erste Mal in der Vereinsgeschichte nahmen wir an einer Weltmeisterschaft teil. Es ging ins Brøndby Stadion nach Kopenhagen. Ein Bu,s mehrere PKW mit Stamm, Jugend; Eltern und Fans eine sehr große Mannschaft machte sich auf den Weg ins Hostel in der City von Kopenhagen. Der erste Auftritt bei der Weltmeisterschaft war der Umzug durch Kopenhagen mit Wertung. Jugend- und Stammzug marschierten gemeinsam. Nach einer von Stefanie Bellmann am Samstag toll organisierten Stadtführung durch Kopenhagen fand abends eine Musikerparty am Stadion statt. ging es am Samstag in die Wertung „Marschparade“. Vorab wurde neben dem Stadion nochmals geprobt, bei 30 Grad klebten die Uniformen am Körper. Dann stieg die Spannung, unser Auftritt stand an. Es war schon ein sagenhaftes Gefühl im Stadion zu stehen und auf den Auftritt zu warten. Endlich ging es los, wir marschierten durch den „Marschparade-Parcours“ und gaben unser Bestes. Der Auftritt war gelungen. Wir belegten den 12. Platz und Stefan Meyerdierks als Stabführer wurde 6.- ein starkes Ergebnis. Zusätzlich gelang auch ein Konzert-Auftritt in einer großen Kopenhagener Halle mit viel Applaus des Publikums!
Nach einigen Jahren mit vielen Highlights und Proben gaben wir uns selbst 2016 als ein Jahr ohne Konzerte oder Wettbewerbe für den Verein. Natürlich absolvierten wir alle Auftritte und Aktivitäten erfolgreich: alle 4 Jahre ein großes Highlight für den Spielmannszug - wir fahren nach Aschaffenburg zu unseren Freunden vom Kakadu. Unsere Mitglieder Christine und Patrick Becker, das Prinzenpaar vom KAKADU, waren trotz vieler Verpflichtungen immer bei uns. Dann kam leider schon wieder der Abschied, wo man uns feierlich unser erworbenes Jodel-Diplom überreichte.
Im April bekam der erste Vorsitzende Claus Ströh das Bundesverdienst Kreuz am Bande vom Landrat Bernd Lütjen überreicht. Viele Ehrengäste, unser gesamter Stammzug, die Familie und Freunde von Claus , waren gekommen und feierten mit ihm dieses große Ereignis, sogar unsere Freunde aus Aschaffenburg ließen es sich nicht nehmen, Claus zu gratulieren.
2017 kam auf den Spielmannszug die Organisation des Landesmusikfest des Niedersächsischen Musikverbandes (NMV) in Lilienthal zu. Der Samstag war kalt und nass, aber am Sonntag schien die Sonne und machte dieses Musikfest zu einem freundlichen freundschaftlichen Ereignis. Der Bezirksverein Hansa wurde offiziell und feierlich aufgelöst. Der Spielmannszug war sehr mit dem Bezirksverein verbunden. 25 Jahre hatte man erfolgreich eine Verbandsstruktur im Land Niederachsen aufgebaut. Alle Ziele, die man vor 25 Jahre gesteckt hatte, waren erreicht.
2018 widmeten wir uns neben den Auftritten unserer Jugendarbeit, unsere Ausbildung und um unser Vereinsleben: Filmabend, Stockbrot backen, eigener Laternenumzug, Skatturnier Sommerfest, E-Prüfungen und ein D1 Lehrgang wurden organsiert und erfolgreich durchgeführt. Eine Verlängerung des Nimbus – ein Gütezeichen für die Qualität in der musikalischen-Ausbildung des NMV - wurde dem Spielmannszug übereicht. Vom Ortsjugendring wurden wir im Lilienthaler Rathaus für unsere gute Jugendarbeit dem GecKo ausgezeichnet. UND: wir nahmen 2 Märsche für die Vorstellungen der „Freilichtbühne Lilienthal“ von „Die kleine Hexe“ auf – dabei traten wir bei einer Veranstaltung selbst und live auf!
Im Jahr 2019 wechselte die musikalische Leitung des Vereins von Volker Ropella zu Janike Meyerdierks. Janike hatte sich zwischenzeitlich ebenfalls in den C-Lehrgangsbereich vorgearbeitet und mit Volker bereits länger gemeinsam unsere Musik geprägt.
Ende Mai stand das Deutsche Musikfest in Osnabrück mit der Deutschen Meisterschaft auf der Agenda. Freitag und Samstagfrüh wurde mit PKW’s angereist. Wieder war es eine große Mannschaft Jugend, Stamm, Eltern und Begleiter. Der Jugendzug trat in der Kategorie „Kritikspiel beim Deutsches Musikfest“ an, trotz sehr früher Zeit gelang der Auftritt sehr gut. Es folgte der Auftritt des Stammzuges in der Traditionsklasse. Es war ein wunderschöner emotionaler Auftritt. Für den Auftritt in der Marschklasse ging es nun zum Sportplatz. Trotz einiger sehr kleiner Fehler war es wieder vom Aussehen von der Musik ein sehr guter Auftritt. Die Siegerehrung bracht folgende Plätze für uns Lilienthaler Spielleute: in der Klasse Marsch den 5. Platz, in der Klasse Traditionell Deutscher Vizemeister und der Jugendzug bekam für seinen Auftritt ein Hervorragend. Zum Schluss eine gab es wie immer eine große Abschluss-Kundgebung mit dem Schirmherrn der Veranstaltung, dem Bundespräsidenten Herrn Walter Steinmeier, und mehreren Tausend MusikerInnen. Der Umzug durch Osnabrück brachte den Spielmannszug wieder mal ins Fernsehen. Der NDR übertrug live. Der Kommentar der Moderatoren „Ja, der Lilienthaler Spielmannszug ist ein Schwergewicht unter den Deutschen Spielmannszügen.“ Auch, wenn wir uns den Titel Deutscher Meister nicht zurückholen konnten, war es ein schönes und erfolgreiches Wochenende in Osnabrück.
Unserem Stabführer Stefan Meyerdierks und 2. Vorsitzenden wird die Ehrennadel der Gemeinde Lilienthal überreicht. Gerda Urbrock wird für ihr ehrenamtliches Engagement mit der Medaille für vorbildliche Verdienste um den Nächsten des Landes Niedersachsen ausgezeichnet.
2020 - Dieses Jahr ist weltweit in die Geschichtsbücher eingegangen! Bevor das gesellschaftliche Leben aber nahezu zum Erliegen kam, haben wir in Aschaffenburg mit unseren Freunden vom KAKADU noch einmal ordentlich Karneval feiern dürfen. Das Prinzenpaar des Vereins, Ralph und Ursula, war bemerkenswert. Sie überraschten uns selbst mit vielen musikalischen Auftritten und Beiträgen und begeisterten sich auch für uns!
Auch unsere Kohlfahrt fand noch wie geplant und mit viel Spaß auf dem Weg und im Lokal statt. Wir wussten es da noch nicht, aber Königin Angi wurde dort für 3 Jahre Kohlkönigin.
Einige Tage später gab es den ersten Lockdown und vieles änderte sich für jeden auf der Welt – auch für uns als Verein! „Corona“! In dem Jahr waren wir viel Online aktiv – trafen uns per Video-Calls, initiierten kleine Online-Wettbewerbe und kümmerten uns darum, wie wir wieder persönlich proben konnten.
2021 - heute
Auch im Jahr 2021 war aufgrund der Corona-Pandemie ein eher ruhiges Jahr mit viel digitalen Veranstaltungen und unserem ersten digitalen Kohlessen. Im Juni konnten wir aber unser „Fest zum 70 jährigen Bestehen“ des Vereins im Garten des Vereinsheims feiern.
2022 kam das Vereinsleben dann wieder in Gang. Die Covid19-Einschränkungen wurden weniger und dann ganz aufgehoben. Unsere Mitgliederversammlung fand statt. Schützenfeste, Laternenfeste und überhaupt Feste wurden wieder gefeiert und wir durften diese wieder mit unserer Musik begleiten. Unser Freund Karsten Renken aus Gnarrenburg war Schützenkönig geworden. Seine Frau Christina lud uns heimlich als gemischten Zug mit den Freunden aus Harsefeld, Dornbusch und Gnarrenburg zu einem Überraschungsauftritt ein. Das machte viel Spaß! Außerdem gingen wir bei den Rasteder Musiktagen wieder einen Wettbewerb an, um uns auch für die nächste Landesmeisterschaft zu qualifizieren. Dank Hilfe von Christina und Francesca aus Gnarrenburg waren wir sehr gut unterwegs und erreichten locker die benötigte Punktzahl im Marschparcours. Und wir initiierten gemeinsam mit der Grundschule Falkenberg eine Flöten-AG in der Nachmittagsbetreuung, um den immer schwieriger zu bekommenden musikalischen Nachwuchs über diesen Weg zu begeistern, bei uns mitzumachen.
2023 feierten wir ein tolles Frühlingsfest. Vom NMV hatten wir Präsident Johannes Opitz zu Gast, der unserer Jugendleiterin Anncatrin Ströh erneut die NIMBUS-Plakette überreichte und auch gleich einige Ehrungen vornahm. Unser langjähriges Mitglied Maik Koch wurde 50 und wir überraschten ihn mit einem Ständchen, obwohl er nur in Ruhe Essen gehen wollte. Wir gestalteten Flyer für Nachwuchswerbung und verteilten diese beim Familienfest des TV Falkenberg im Schoofmoor.
Im Herbst nahmen wir am Landesmusikfest in Freren teil. Wir holten uns Freunde aus Drochtersen, Harsefeld und Gnarrenburg zur Unterstützung, spielten im Zelt zur Unterhaltung und nahmen unsere Jugendlichen mit, da wir in der Schule übernachteten und den Jugendlichen solch ein Fest ermöglichen wollten. Die abendliche Party bei bestem Wetter, auf dem Schulhof und im Zelt war nach den Corona-Jahren wirklich stark und beeindruckend!
Seit dem Schuljahr 23/24 betreiben wir gemeinsam mit der Grundschule Falkenberg eine Flöten-AG in der Nachmittagsbetreuung. Gegen Instrumenten-Miete und -Versicherung können die GrundschülerInnen zweimal die Woche Unterricht bekommen – in der Schule und bei uns. Dies ist ein Weg, auf dem wir Mitglieder werben.
Gemeinsam mit unseren Jugendlichen gaben wir zum Abschluss des Jahres auf dem wieder stattfindenden Lilienthaler Weihnachtsmarkt noch ein weihnachtliches Konzert.
Im Frühjahr 2024 gab Stefan Meyerdierks nach genau 30 Jahren an der Spitze des Stammzugs sein Amt als 1. Tambourmajor ab. Als Nachfolger wurde Kai Widhalm gewählt. Stefan und Kai tauschten also die Rollen und Stefan konnte endlich wieder im Schlagwerk aktiv werden.
Eine Besonderheit im Jahr 2025 war bis dato nie dagewesen: den Kreiskönigsball des Kreisschützenverbands Wörpe-Wümme durften wir mit dem Spielmannszug der TSG Wörpedorf-Grasberg-Eickedorf zusammen bespielen. Wir bemerkten alle sofort, dass das gemeinsame Musikzieren viel Spaß macht! Wir beschlossen, zukünftig einmal im Monat gemeinsam zu proben und uns bei Auftritten ggf. zu unterstützen.
Im Februar 2026 konnten wir wieder zu unseren Freunden vom Karnevalklub Kakadu reisen und das Aschaffenburger Faschingswochenende bereichern. Uns unterstützten dabei MusikerInnen aus Grasberg, Drochtersen und Gnarrenburg … und wir alle hatten eine wunderbare, erlebnisreiche Fahrt.
Auch einige Auftritte bestritten wir mit den Grasberger Spielleuten in 2026 gemeinsam. Ein Highlight war der Umzug beim Schützenfest in Borgfeld – dort traten unsere jugendlichen Mädchen das erste Mal seit Langem wieder in den attraktiven Mädchenuniformen auf, musizierten mit und verteilten dabei sogar noch Flyer für unsere Schnupperprobe!
Zum 75jährigen Bestehen unseres Vereins feierten wir im Oktober ein Festwochenende mit Kommersabend und zünftiger Party.
Unser Verein besteht heute 40 aktiven und ca. 150 fördernden Mitgliedern. Die Aktiven teilen sich in die die Sparten Stamm, Jugend und Klassiker auf.
Unsere Jugendlichen erleben viele außermusikalische Aktivitäten. So macht das gemeinsame Lernen des Spielens eines Instruments noch mehr Spaß. Erlebnisse gehören bei unserem aktiven Vereinsleben dazu. Diese sind es, die einzelne Mitglieder zu einer wunderbaren Gemeinschaft werden lassen!
